Münster

Mitmachen im Bündnis

Wir treffen uns als Münsteraner Bündnis alle 2-4 Wochen, aktuell Online per Zoom.
Momentan planen wir unter anderem eine Aktion am 28.9. zum international Safe Abortion Day (gleichzeitig mit vielen Städten bundesweit!) und den Protest gegen den 1000-Kreuze-Marsch 2021.
Zu unseren offenen Bündnistreffen sind alle, die mitmachen wollen, herzlich willkommen!

Schreibt an eintretenfuerselbstbestimmung@gmail.com für die genauen Termine und Einwahldaten.


Wer wir sind und was wir machen

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster ist ein breites Bündnis aus verschiedenen allgemeinpolitischen und feministischen Gruppen, Verbänden, Beratungsstellen, Gewerkschaften, Parteien und Einzelpersonen.

Seit Ende 2017 setzen wir uns für das Recht auf eine selbstbestimmte Sexualität und körperliche Selbstbestimmung aller Menschen ein. Wir fordern, dass alle Menschen in Deutschland ohne Bevormundung und Diskriminierung über ihr Liebesleben und die eigene Familienplanung entscheiden können und bei der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützt werden sollen, unabhängig von ihrer Herkunft, sexuellen und geschlechtlichen Orientierung oder sozialen, ökonomischen und gesundheitlichen Situation.

Wir fordern:

  • eine aufgeklärte Familienpolitik, die die verschiedenen Formen, in denen Familien heute leben, anerkennt und alle gleichermaßen unterstützt.
  • eine Sexualaufklärung, die es allen ermöglicht, sich in sexueller Selbstbestimmtheit zu entwickeln.
  • Maßnahmen, die sicher stellen, dass alle sexuell aktiven Menschen Zugang zu bezahlbarer Verhütung haben.
  • den uneingeschränkten Zugang zu einem legalen Schwangerschaftsabbruch und die Streichung der §§ 218 und 219 aus dem Strafgesetzbuch.
  • soziale und ökonomische staatliche Unterstützung und die notwendige Infrastruktur für alle, die sich für ein Kind entscheiden, damit sie ihre eigene Lebensplanung aufrecht erhalten können.

Zu den uns unterstützenden Organisationen gehören:

  • SPD und Jusos Münster
  • Grüne und Kaktus Münster
  • DIE LINKE und Linksjugend Münster
  • FDP und JuLis Münster
  • Münsterliste
  • Volt Münster
  • DGB Stadtverband Münster
  • GEW Stadtverband Münster
  • Frauen helfen Frauen e.V.
  • Deutscher Ärztinnenbund Gruppe Münster
  • pro familia Landesverband NRW
  • Landesverband der Grünen NRW
  • Landesarbeitsgemeinschaft Säkulare Grüne NRW
  • Kritische Jurist*innen Münster
  • Livas e.V. – Lesbischer Kulturverein
  • One Billion Rising Münster
  • SJD Die Falken Landesverband NRW
  • Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.
  • Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten Landesverband NRW
  • Tierrechtstreff
  • Fossil Free Münster
  • Cinema & Kurbelkiste Münster

Kontakt

Ihr erreicht uns über unsere E-Mailadresse: eintretenfuerselbstbestimmung@gmail.com

Außerdem findet ihr unsere Bündnistreffen, aktuelle Termine, Veranstaltungshinweise und Informationen auf unserer Facebook-Seite, Instagram-Seite und auf Twitter.


Vergangene Aktionen

20. Mai Coesfeld:  Solidaritätskundgebung zum Gerichtsverfahren gegen nach §219a angeklagten Dr. Detlef Merchel

Über 70 Personen haben am Vormittag des 20.05.2021 auf unserer Kundgebung vor dem Amtsgericht Coesfeld ihre Solidarität mit dem in Nottuln praktizierenden Gynäkologen Dr. Detlef Merchel zum Ausdruck gebracht. Merchel war wegen Verstoßes gegen § 219a StGB angeklagt worden, weil er auf seiner Website Patient*innen darüber informiert, mit welchen Methoden und unter welchen Bedingungen er Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Zeitgleich zur Kundgebung begann gegen 11 Uhr die Verhandlung. Merchel wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 3000 € verurteilt. Danke, dass ihr bei der Aktion dabei wart!

Hintergründe auf https://taz.de/Schwangerschaftsabbruch/!5759232/

15. Mai 2021  Kundgebung und Gallery Walk zum bundesweiten Aktionstag „150 Jahre Widerstand gegen §218“

Kundgebung und Gallery Walk zum 150-jährigen Bestehen des §218 StGB, mit dem bis heute in Deutschland der Schwangerschaftsabbruch kriminalisiert wird.

Am 15. Mai 1871 wurden die Bestimmungen zum Schwangerschaftsabbruch im ersten Reichsstrafgesetzbuch verabschiedet. Auch heute, 150 Jahre später, sind Schwangerschaftsabbrüche nach §218 StGB eine Straftat.
Die Regelung im Strafgesetzbuch entmündigt Betroffene und verweigert ihnen eine würdevolle, selbstbestimmte Entscheidung. Auch die medizinische Versorgungssituation wird immer kritischer, da immer weniger Ärzt*innen Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Ärzt*innen dürfen zudem auf ihren Websites nicht ausführlich über Schwangerschaftsabbrüche informieren, weil der Paragraf 219a StGB dies verbietet.
Wir rufen die Politik auf, die Streichung von § 218, § 219 und § 219a aus dem Strafgesetzbuch und eine Neuregelung des Rechts auf einen selbstbestimmten Schwangerschaftsabbruch in ihren Wahlprogrammen zu verankern.
Am 15. Mai sind bundesweit Menschen für eine selbstbestimmte Sexualität auf die Straße gegangen.
Auch wir in Münster waren wir dabei: Beim Gallery Walk habt ihr historische Fakten über 150 Jahre Widerstand gegen §218 erfahren: Vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, das NS-Regime, die DDR bis hin zur Neureglung der gesetzlichen Grundlage der Abtreibung in den 90er Jahren.
Bei der Kundgebung gab es Redebeiträge verschiedener politischer Gruppen und Musik!

10.10.2020 Kundgebung: Mein Körper – Meine Entscheidung!

Gegenprotest zum 1000 Kreuze Marsch in Münster

Statt im März findet der 1000-Kreuze-Marsch am 10. Oktober 2020 als „Nachholtermin“ statt.

Sei dabei beim Gegenprotest:

Kundgebung am Sa, 10.10. um 15:00 am Prinzipalmarkt

Es wird Redebeiträge, Musik und Info-Stände geben.

 

 

 

 


Montag, 28. September 2020: Schwangerschaftsabbruch ist Grundversorgung!  (Bundesweiter Aktionstag zum Safe Abortion Day)

Bei einer vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster auf der Stubengasse organisierten Kundgebung haben ca. 100 Teilnehmer*innen am 28.09. eine flächendeckende medizinische Versorgung für ungewollt Schwangere gefordert. Wegen der Corona-Pandemie war nur ein Teil der Teilnehmer*innen physisch anwesend, der Rest war im Vorhinein einem Aufruf des Bündnisses gefolgt und hatte persönliche Statements an das Bündnis geschickt, welche am Kundgebungsort ausgelegt wurden.

Die Kundgebung fand im Rahmen des internationalen Safe Abortion Day statt, zu dem es deutschlandweit in 50 Städten über 120 Aktionen gab. Der Aufruf unter dem Motto “Schwangerschaftsabbruch ist Grundversorgung! Egal wo. Egal wer. Egal warum.”, sowie die 100 unterstützenden Organisationen sind unter safeabortionday.noblogs.org zu finden.

 

Wahlcheck – Wer unterstützt die Selbstbestimmung Schwangerer? zur Kommunalwahl 13.09.2020

Für die Kommunalwahl am Sonntag hat das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung die in ganz Münster antretenden demokratischen Parteien zu den Themenschwerpunkten des Bündnisses befragt. Damit soll den Wähler*innen eine Entscheidungshilfe im Hinblick auf sexuelle Selbstbestimmung und feministische Themen geboten werden. Die sieben Fragen beziehen sich insbesondere auf die Selbstbestimmung und medizinische Versorgung ungewollt Schwangerer, aber auch auf Hilfen für werdende Eltern, Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen sowie Beratung und Aufklärung zu Sexualität und Geschlecht. Antworten der Parteien im Detail


14. September 2020 – Filmabend „Abandoned“

von 18:30 bis 21:00, Cinema Münster

In Kooperation mit dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster und im Rahmen des B-Side-Festivals 2020 zeigt das Cinema am 14. September um 18:30 Uhr den Film Abandoned.
Ticketpreis: 6€
Online-Tickets unter https://www.cineplex.de/film/abandoned/367355/muenster/
„Abandoned (Im Stich gelassen) ist ein Dokumentarfilm über Frauen in Europa, denen von ÄrztInnen ein legaler und medizinisch notwendiger Schwangerschaftsbruch verweigert wurde. Die Auswirkungen sind entsetzlich und führten bei einigen Frauen sogar zum Tod.“
Mehr Infos zum Film findet ihr hier: https://abandoned.film/de/
++ Im Anschluss bietet das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung die Möglichkeit zu einem Austausch über den Film an. +++
(Copyright Titelbild: www.abandoned.film)

Protest gegen den 1000-Kreuze Marsch 2020 – abgesagt!


Proteste gegen den 1000-Kreuze-Marsch 2019

Am Samstag, den 16. März 2019, planen Abtreibungsgegner*innen einen Marsch durch Münster. Dieser sogenannte „1000-Kreuze-Marsch“ vereint christlich-fundamentalistische Gruppen, Mitglieder der AfD und andere ultra-konservative Organisationen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Frauen das Recht absprechen über ihren Körper selbst zu bestimmen. Sie wollen einen Schwangerschaftsabbruch als unmoralisch oder sogar als Mord darstellen und fordern das totale Verbot und die Bestrafung von Betroffenen und Ärzt*innen. Hinter dem jährlichen Marsch steckt das Netzwerk „EuroProLife“, das seit vielen Jahren in der ganzen Republik Frauenberatungsstellen und Ärzt*innen terrorisiert: Mit Einschüchterungen, Auflauern, juristischen Klagewellen und öffentlichem Bloßstellen wollen sie verhindern, dass ungewollt Schwangere die Möglichkeit bekommen, sich professionell über Schwangerschaftsabbrüche beraten zu lassen. Mit ihrem Marsch wollen sie Macht gegenüber den Betroffenen demonstrieren.

Es ist an der Zeit, gemeinsam den rückwärtsgewandten Kräften entgegenzutreten und ihren zunehmenden Einfluss zu stoppen. Wir leben in vielfältigen Zusammenhängen: in Patchwork-Familien, als gleichgeschlechtliche Paare, als Alleinerziehende, in zeitweiliger Partnerschaft, in Wohngemeinschaften, mit und ohne (eigene) Kinder. Gerade in Zeiten, in denen rechte Gruppen versuchen, ein Frauenbild aus dem 19. Jahrhundert durchzusetzen, braucht es ein starkes Signal für sexuelle Selbstbestimmung. Deshalb rufen wir zur Teilnahme an den Gegenprotesten am 16. März auf.