Münster


20. April 2024: Expertinnengespräch zu §218

Werden Abtreibungen endlich legalisiert?
Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster lädt am 20.04. um 14 Uhr ins Bennohaus zu einem Expertinnengespräch über die mögliche Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen ein. Anlass ist die Veröffentlichung der Ergebnisse einer Kommission der Bundesregierung. Diese hat unter anderem die mögliche Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen untersucht.
Im Expertinnengespräch: pro familia, eine Juristin und eine Aktivistin.

20. April, 14 Uhr, Bennohaus (Bennostraße 5, Münster). Das Bennohaus ist weitestgehend barrierefrei und ausgestattet mit einem Fahrstuhl, ohne Schwellen, und einer barrierefreien Toilette.


Wer wir sind und was wir machen

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster ist ein breites Bündnis aus verschiedenen allgemeinpolitischen und feministischen Gruppen, Verbänden, Beratungsstellen, Gewerkschaften, Parteien und Einzelpersonen.

Seit Ende 2017 setzen wir uns für das Recht auf eine selbstbestimmte Sexualität und körperliche Selbstbestimmung aller Menschen ein. Wir fordern, dass alle Menschen in Deutschland ohne Bevormundung und Diskriminierung über ihr Liebesleben und die eigene Familienplanung entscheiden können und bei der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützt werden sollen, unabhängig von ihrer Herkunft, sexuellen und geschlechtlichen Orientierung oder sozialen, ökonomischen und gesundheitlichen Situation.

Wir fordern:

  • eine aufgeklärte Familienpolitik, die die verschiedenen Formen, in denen Familien heute leben, anerkennt und alle gleichermaßen unterstützt.
  • eine Sexualaufklärung, die es allen ermöglicht, sich in sexueller Selbstbestimmtheit zu entwickeln.
  • Maßnahmen, die sicher stellen, dass alle sexuell aktiven Menschen Zugang zu bezahlbarer Verhütung haben.
  • den uneingeschränkten Zugang zu einem legalen Schwangerschaftsabbruch und die Streichung der §§ 218 und 219 aus dem Strafgesetzbuch.
  • soziale und ökonomische staatliche Unterstützung und die notwendige Infrastruktur für alle, die sich für ein Kind entscheiden, damit sie ihre eigene Lebensplanung aufrecht erhalten können.

Zu den uns unterstützenden Organisationen gehören:

  • SPD und Jusos Münster
  • Grüne und Kaktus Münster
  • DIE LINKE Münster
  • FDP und JuLis Münster
  • Münsterliste
  • Volt Münster
  • DGB Stadtverband Münster
  • GEW Stadtverband Münster
  • Frauen helfen Frauen e.V.
  • Deutscher Ärztinnenbund Gruppe Münster
  • pro familia Landesverband NRW
  • Landesverband der Grünen NRW
  • Landesarbeitsgemeinschaft Säkulare Grüne NRW
  • Kritische Jurist*innen Münster
  • Livas e.V. – Lesbischer Kulturverein
  • One Billion Rising Münster
  • SJD Die Falken Landesverband NRW
  • Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.
  • Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten Landesverband NRW
  • Tierbefreiungstreff
  • Cinema & Kurbelkiste Münster
  • Kompanera Münster
  • Schwurbelbusters

Mitmachen im Bündnis

Wir treffen uns als Münsteraner Bündnis jeden 3. Mittwoch im Monat um 18:30 im Grünen Zentrum an der Windthorststraße 7.

Zu unseren offenen Bündnistreffen sind alle, die mitmachen wollen, herzlich willkommen!

Kontakt

Ihr erreicht uns über unsere E-Mailadresse: muenster@sexuelle-selbstbestimmung.de

Außerdem findet ihr unsere Bündnistreffen, aktuelle Termine, Veranstaltungshinweise und Informationen auf unserer Facebook-Seite und Instagram-Seite.


Vergangene Veranstaltungen

8. März 2024: Demonstration in Münster zum Feministischen Kampftag

Wir rufen alle auf, sich uns am 8. März anzuschließen, um gegen patriachale Gewalt, Diskriminierung und Ungleichheit zu kämpfen. Wir stehen zusammen gegen die erstarkende Rechte und den Antifeminismus, die unsere Rechte und Freiheiten bedrohen.

GEGEN PATRIARCHAT! GEGEN ANTIFEMINISMUS! FÜR GLEICHHEIT! FÜR FREIHEIT!

Wir sind solidarisch, intersektional und antifaschistisch. Wir kämpfen für eine Welt, in der alle frei und gleich sind, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Identität.

SOLIDARISCH! INTERSEKTIONAL! ANTIFASCHISTISCH!

Treffpunkt: Stubengassenplatz, 17 Uhr

Route: Durch die Stadt, vorbei am Hauptbahnhof, zurück zum Stubengassenplatz. (Es wird einen Familienblock geben.)

KOMMT ZUSAMMEN! KÄMPFT ZUSAMMEN! FÜR EINE FREIE WELT FÜR ALLE!

Seid dabei, bringt Freund*innen mit, teilt diesen Aufruf. Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen!

8. MÄRZ – UNSER TAG, UNSER KAMPF!

07.10.23 Mein Körper! Meine Entscheidung – Gegenprotest gegen den „1000 Kreuze Marsch“ in Münster

28.09.23 Film “Call Jane” mit Vortrag von pro familia am Safe Abortion Day

Im Rahmen des Safe Abortion Days am 28.9. zeigt das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster zusammen mit pro familia den Film “Call Jane”. Dieser erzählt die Geschichte eines geheimen Netzwerks, das Frauen in den amerikanischen Sechziger Jahren die Möglichkeit eröffnete abzutreiben.

Ihre zweite Schwangerschaft wird für sie tödlich enden, sagt Joys Arzt. Sie entschließt sich deshalb zu einer Abtreibung – nahezu unmöglich im Jahr 1968. Sie schließt sich Aktivistinnen an, politisiert sich und kämpft für das Recht am eigenen Körper.

Vor dem Film wird die Beratungsstelle pro familia Einblicke in die aktuelle Versorgungslage beim Schwangerschaftsabbruch in Münster geben. Nach dem Film besteht die Möglichkeit, sich  bei einem Getränk im Spec Ops auszutauschen.

Wo: Spec Ops, Aegidiimarkt 5, Münster
Einlass: 18:15  Beginn: 18:30
Eintritt frei, um Spende wird gebeten

Nicht nur wir in Münster sind zum Safe Abortion Day Aktionen aktiv – in Deutschland finden in über 40 Städten Aktionen statt.

12.08.23 Workshop zu Female Genital Mutilation (FGM)

Wann? Samstag, 12.08. 17:00 Uhr
Wo? Grünes Zentrum (Windthorststraße 7, Münster)
(Ein Awareness-Team wird beim gesamten Workshop anwesend sein!)

Was ist FGM?
Die „Weibliche Genital Verstümmelung“ ist die teilhafte oder vollständige Amputation bzw. Beschädigung der Vulva. Dieses Ritual ist kein medizinisch begründeter Eingriff und findet in den meisten Fällen nicht durch medizinisches Fachpersonal, ohne jegliche Betäubung und unter katastrophalen hygienischen Bedingungen mittels handelsüblichen Rasierklingen und ähnlichen scharfen Objekten, wie Glasscherben statt. Die betroffenen Personen sind meistens zwischen 3 und 14 Jahren alt.
Dieses Ritual findet in über 30 Ländern statt. Es hat keinen religiösen Hintergrund, sondern ist auf patriarchale Strukturen zurückzuführen.

FGM kann u.a. akute physische, chronische, psychische und psychosomatische Folgen haben. FGM ist eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung, verstößt gegen die Kinderrechtskonvention und ist in Deutschland strafbar. Mittlerweile leben in Deutschland über 100.000 betroffene Personen und ca. 17.000 Menschen, welche von einer möglichen FGM bedroht sind.
Über die Thematik der FGM muss aktiv gesprochen und informiert werden, um Betroffenen zu schützen und passende Hilfsangebote unterbreiten zu können!

Inhalte des Workshops:
– Infos zu Female Genital Mutilation bspw. Wer führt es durch? In welchen Ländern wird es durchgeführt?
– Hintergründe zu Female Genital Mutilation bspw. Warum wird dieses Ritual durchgeführt? Welche Strukturen führen zu diesem Ritual?
– Perspektiven der Betroffenen
– Gemeinsamer Austausch

Wir bitten um eine Anmeldung unter khadrafgm@yahoo.com,
Wir freuen uns auf euch!

22.07.23 Kundgebung zur Anti-Choice Bewegung

Was ist Anti-Choice?

Ultra-Konservative, Rechtsextreme & Fundamentalisten , die eine zutiefst Antifeministische Ideologie vertreten. Sie treffen sich monatlich um gegen Abtreibungen & Feminismus zu mobilisieren. Ihr ,,Gebetsvirgil“ endet vor ProFamilia. Dort belästigen, traumatisieren und stigmatisieren sie Hilfesuchende. Diesem gilt es entschieden entgegen zu treten.

Kommt und macht mit uns Lärm für Selbstbestimmung und gegen Rechts!

07.06.23 Veranstaltung „Ungewollt schwanger – alleingelassen beim Abbruch“

Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung findet ihr hier:

Unsere Presseerklärung

Die Einladung zur Veranstaltung:

22.03.23 Protest gegen „Gebetsvigil“

Am 22.03.2023 ziehen Abtreibungsgegner*innen bei einem „Gebetsvigil für das ungeborene Leben“ durch die Innenstadt. Wir wollen gegen die damit einhergehende Verurteilung schwangerer Personen ein Statement setzen, diesen unsere Solidarität bekunden und darüber aufklären, warum sogenannte Gehsteigbelästigungen/Mahnwachen unterbunden werden sollten.

Was ist ein Gebetsvigil? „Vigil“ bedeutet Nachtgebet. Mit einem solchen Gebet wollen Abtreibungsgegner*innen „Licht ins Dunkle“ bringen. Das Beten vor den Beratungsstellen (und Praxen) wirkt dabei aber für die Betroffenen bedrängend, verurteilend und verunsichernd. Wenn eine (ungewollte) Schwangerschaft beendet werden soll, müssen die Betroffenen nach aktueller Rechtslage aber eine solche Beratungsstelle aufsuchen, weil eine Beratungspflicht vor dem Schwangerschaftsabbruch besteht.

Wir fordern:

  • Schutz der Betroffenen – Verbot von Gehsteigbelästigungen / Mahnwachen vor Beratungsstellen, Kliniken und Arztpraxen
  • eine ausreichende Versorgung, also mehr Beratungsstellen und mehr medizinische Versorgung für (ungewollt) Schwangere
  • eine Sexualaufklärung, die alle geschlechtlichen und sexuellen Orientierungen miteinschließt und es allen ermöglicht, sich in sexueller Selbstbestimmtheit zu entwickeln.
  • Regelung des Schwangerschaftsabbruchs außerhalb vom Strafgesetzbuch Schutz der Betroffenen

08.10.2022 Protest gegen 1000 Kreuze Marsch

28.09.2022 Infostand und Mitmachaktion zum Safe Abortion Day in Münster

Am Mittwoch, 28.09.2022 ist International Safe Abortion Day! 

Wir stehen zu diesem Anlass von 16-19 Uhr mit einem Infostand in der Stubengasse und klären auf über die Rechtslage und gesellschaftliche Problematiken rund um den Schwangerschaftsabbruch. 

Beteiligt euch am Aktionstag: Kommt am 28.09. zum Infostand und holt euch Material ab! Ihr braucht nur ein paar Minuten Zeit, Motivation und im besten Fall ein Smartphone. 

+++

Hintergrund zum International Safe Abortion Day: Immer noch ist Abtreibung in vielen Ländern weltweit verboten. In der Folge sterben jedes Jahr über 20.000 Menschen an unsicheren Schwangerschaftsabbrüchen. Der Safe Abortion Day wurde von lateinamerikanischen Aktivist*innen ins Leben gerufen und wird seit über zehn Jahren weltweit genutzt, um die Legalisierung von Abtreibung zu fordern. 

#safeabortionday #safeabortionday2022 #safeabortiondayMS #schwangerschaftsabbruch #abtreibungistfrauenrecht #reproductiverights #reproductivehealth #muenster

03.09. – 28.09.22 Themenwochen Schwangerschaftsabbruch in der Stadtbücherei Münster

14.09.22 Übergabe offener Brief an die Landesregierung NRW mit 8 Forderungen zur Verbesserung der reproduktiven und sexuellen Gesundheitsversorgung

30 in NRW und bundesweit agierende Organisationen fordern die Landesregierung NRW in einem offenen Brief zur Verbesserung der reproduktiven und sexuellen Gesundheitsversorgung, insbesondere bei Schwangerschaftsabbruch und Geburt, auf.

Am 14.09.2022 übergeben Vertreter*innen des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung Münster und pro familia NRW den offenen Brief stellvertretend an İlayda Bostancıeri, die Sprecherin für Frauen, Gleichstellung und Queerpolitik der NRW-Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Pressemitteilung zur Übergabe:

23.10.2021 Gegendemo 1000-Kreuze-Marsch 2021

Wir haben am 23. Oktober 2021 zu einer bunten Demonstration für das Recht auf selbstbestimmte Familienplanung und Sexualität aufgerufen, sowie für das Recht auf einen legalen und sicheren Schwangerschaftsabbruch. Damit protestierten wir gegen den 1000-Kreuze-Marsch, der zeitgleich in Münster stattgefunden hat. Die Demo ist am Samstag, 23.10, um 13:30 am Hbf Münster gestartet. Anschließend fand ab 15 Uhr eine Kundgebung am Prinzipalmarkt statt.

Der jährlich stattfindende Marsch vereint christlich-fundamentalistische Gruppen, AfD-Mitglieder und andere ultra-konservative Organisationen. Diese Anti-Choice-Bewegung möchte Abtreibungen verbieten und fordert die Bestrafung von Betroffenen und Ärzt*innen. Sie drangsalieren Beratungsstellen und Ärzt*innen, verbreiten verzerrende Informationen zum Schwangerschaftsabbruch, lobbyieren für die Rückkehr zu traditionellen Geschlechterrollen und lehnen Scheidung, Verhütung und die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ab.

Mit unserem Protest setzen wir ein Zeichen gegen antifeministische und rückwärtsgewandte Kräfte. Wir fordern:

  •  die Streichung der §§ 218 und 219 aus dem Strafgesetzbuch,
  •  eine ausreichende medizinische Versorgung für Schwangere und für Personen, die eine Schwangerschaft abbrechen lassen möchten,
  •  den kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln,
  •  soziale und ökonomische Unterstützung für alle, die sich für ein Kind entscheiden,
  • eine Sexualaufklärung, die es allen ermöglicht, sich in sexueller Selbstbestimmtheit zu entwickeln.

20. Mai 2021 Coesfeld:  Solidaritätskundgebung zum Gerichtsverfahren gegen nach §219a angeklagten Dr. Detlef Merchel

Über 70 Personen haben am Vormittag des 20.05.2021 auf unserer Kundgebung vor dem Amtsgericht Coesfeld ihre Solidarität mit dem in Nottuln praktizierenden Gynäkologen Dr. Detlef Merchel zum Ausdruck gebracht. Merchel war wegen Verstoßes gegen § 219a StGB angeklagt worden, weil er auf seiner Website Patient*innen darüber informiert, mit welchen Methoden und unter welchen Bedingungen er Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Zeitgleich zur Kundgebung begann gegen 11 Uhr die Verhandlung. Merchel wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 3000 € verurteilt. Danke, dass ihr bei der Aktion dabei wart!

Hintergründe auf https://taz.de/Schwangerschaftsabbruch/!5759232/

15. Mai 2021  Kundgebung und Gallery Walk zum bundesweiten Aktionstag „150 Jahre Widerstand gegen §218“

Kundgebung und Gallery Walk zum 150-jährigen Bestehen des §218 StGB, mit dem bis heute in Deutschland der Schwangerschaftsabbruch kriminalisiert wird.

Am 15. Mai 1871 wurden die Bestimmungen zum Schwangerschaftsabbruch im ersten Reichsstrafgesetzbuch verabschiedet. Auch heute, 150 Jahre später, sind Schwangerschaftsabbrüche nach §218 StGB eine Straftat.

Die Regelung im Strafgesetzbuch entmündigt Betroffene und verweigert ihnen eine würdevolle, selbstbestimmte Entscheidung. Auch die medizinische Versorgungssituation wird immer kritischer, da immer weniger Ärzt*innen Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Ärzt*innen dürfen zudem auf ihren Websites nicht ausführlich über Schwangerschaftsabbrüche informieren, weil der Paragraf 219a StGB dies verbietet.

Wir rufen die Politik auf, die Streichung von § 218, § 219 und § 219a aus dem Strafgesetzbuch und eine Neuregelung des Rechts auf einen selbstbestimmten Schwangerschaftsabbruch in ihren Wahlprogrammen zu verankern.

Am 15. Mai sind bundesweit Menschen für eine selbstbestimmte Sexualität auf die Straße gegangen.

Auch wir in Münster waren wir dabei: Beim Gallery Walk habt ihr historische Fakten über 150 Jahre Widerstand gegen §218 erfahren: Vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, das NS-Regime, die DDR bis hin zur Neureglung der gesetzlichen Grundlage der Abtreibung in den 90er Jahren.

Bei der Kundgebung gab es Redebeiträge verschiedener politischer Gruppen und Musik!

10.10.2020 Kundgebung: Mein Körper – Meine Entscheidung!

Gegenprotest zum 1000 Kreuze Marsch in Münster

Statt im März findet der 1000-Kreuze-Marsch am 10. Oktober 2020 als „Nachholtermin“ statt.

Sei dabei beim Gegenprotest:

Kundgebung am Sa, 10.10. um 15:00 am Prinzipalmarkt

Es wird Redebeiträge, Musik und Info-Stände geben.


Montag, 28. September 2020: Schwangerschaftsabbruch ist Grundversorgung!  (Bundesweiter Aktionstag zum Safe Abortion Day)

Bei einer vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster auf der Stubengasse organisierten Kundgebung haben ca. 100 Teilnehmer*innen am 28.09. eine flächendeckende medizinische Versorgung für ungewollt Schwangere gefordert. Wegen der Corona-Pandemie war nur ein Teil der Teilnehmer*innen physisch anwesend, der Rest war im Vorhinein einem Aufruf des Bündnisses gefolgt und hatte persönliche Statements an das Bündnis geschickt, welche am Kundgebungsort ausgelegt wurden.

Die Kundgebung fand im Rahmen des internationalen Safe Abortion Day statt, zu dem es deutschlandweit in 50 Städten über 120 Aktionen gab. Der Aufruf unter dem Motto “Schwangerschaftsabbruch ist Grundversorgung! Egal wo. Egal wer. Egal warum.”, sowie die 100 unterstützenden Organisationen sind unter safeabortionday.noblogs.org zu finden.

Wahlcheck – Wer unterstützt die Selbstbestimmung Schwangerer? zur Kommunalwahl 13.09.2020

Für die Kommunalwahl am Sonntag hat das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung die in ganz Münster antretenden demokratischen Parteien zu den Themenschwerpunkten des Bündnisses befragt. Damit soll den Wähler*innen eine Entscheidungshilfe im Hinblick auf sexuelle Selbstbestimmung und feministische Themen geboten werden. Die sieben Fragen beziehen sich insbesondere auf die Selbstbestimmung und medizinische Versorgung ungewollt Schwangerer, aber auch auf Hilfen für werdende Eltern, Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen sowie Beratung und Aufklärung zu Sexualität und Geschlecht. Antworten der Parteien im Detail


14. September 2020 – Filmabend „Abandoned“

von 18:30 bis 21:00, Cinema Münster

In Kooperation mit dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster und im Rahmen des B-Side-Festivals 2020 zeigt das Cinema am 14. September um 18:30 Uhr den Film Abandoned.

Ticketpreis: 6€
Online-Tickets unter https://www.cineplex.de/film/abandoned/367355/muenster/

 

„Abandoned (Im Stich gelassen) ist ein Dokumentarfilm über Frauen in Europa, denen von ÄrztInnen ein legaler und medizinisch notwendiger Schwangerschaftsbruch verweigert wurde. Die Auswirkungen sind entsetzlich und führten bei einigen Frauen sogar zum Tod.“

Mehr Infos zum Film findet ihr hier: https://abandoned.film/de/

 

++ Im Anschluss bietet das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung die Möglichkeit zu einem Austausch über den Film an. +++

 

(Copyright Titelbild: www.abandoned.film)


Protest gegen den 1000-Kreuze Marsch 2020 – abgesagt!


Proteste gegen den 1000-Kreuze-Marsch 2019

Am Samstag, den 16. März 2019, planen Abtreibungsgegner*innen einen Marsch durch Münster. Dieser sogenannte „1000-Kreuze-Marsch“ vereint christlich-fundamentalistische Gruppen, Mitglieder der AfD und andere ultra-konservative Organisationen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Frauen das Recht absprechen über ihren Körper selbst zu bestimmen. Sie wollen einen Schwangerschaftsabbruch als unmoralisch oder sogar als Mord darstellen und fordern das totale Verbot und die Bestrafung von Betroffenen und Ärzt*innen. Hinter dem jährlichen Marsch steckt das Netzwerk „EuroProLife“, das seit vielen Jahren in der ganzen Republik Frauenberatungsstellen und Ärzt*innen terrorisiert: Mit Einschüchterungen, Auflauern, juristischen Klagewellen und öffentlichem Bloßstellen wollen sie verhindern, dass ungewollt Schwangere die Möglichkeit bekommen, sich professionell über Schwangerschaftsabbrüche beraten zu lassen. Mit ihrem Marsch wollen sie Macht gegenüber den Betroffenen demonstrieren.

Es ist an der Zeit, gemeinsam den rückwärtsgewandten Kräften entgegenzutreten und ihren zunehmenden Einfluss zu stoppen. Wir leben in vielfältigen Zusammenhängen: in Patchwork-Familien, als gleichgeschlechtliche Paare, als Alleinerziehende, in zeitweiliger Partnerschaft, in Wohngemeinschaften, mit und ohne (eigene) Kinder. Gerade in Zeiten, in denen rechte Gruppen versuchen, ein Frauenbild aus dem 19. Jahrhundert durchzusetzen, braucht es ein starkes Signal für sexuelle Selbstbestimmung. Deshalb rufen wir zur Teilnahme an den Gegenprotesten am 16. März auf.

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