Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung in Berlin (22.9.2018)

Pressemitteilung zum Aktionstag findet ihr hier. Unser Bericht zum Aktionstag folgt sehr bald!

219a ist erst der Anfang!

Leben schützen heißt Schwangerschaftsabbruch legalisieren!

Liebe Mitstreiter*innen, Unterstützer*innen, Interessierte,

Die Anti-Choice-Bewegung zeigt sich stark wie lange nicht mehr: In Polen, Irland, Italien, Portugal, Frankreich – beinahe überall in Europa aber auch in Nord- und Südamerika verbreiten die Abtreibungsgegner*innen ihre menschenverachtende Ideologie und versuchen für die Beschneidung insbesondere von Frauenrechten einzutreten. Auch in Deutschland versuchen sie die Stigmatisierung und Kriminalisierung ungewollt Schwangerer voranzutreiben. Zusammen mit der Union und der AfD versuchen sie das Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung und damit die Vielfalt an Lebensentwürfen, sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten einzuschränken. Am 22. September soll in Berlin erneut der sogenannte Marsch für das Leben stattfinden.

Doch wir halten dagegen: Wir erklären den 22. September zum Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung!

Einige wenige konservativ-christliche Fundamentalist*innen sind für Hunderte von Anzeigen gegen Ärzt*innen nach § 219a verantwortlich. Ein Paragraf aus dem Jahr 1933, der Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, verbietet, öffentlich darüber zu informieren, dass sie diesen Eingriff vornehmen und welche Methoden sie anbieten. Ein Paragraf, der damit Menschen das Recht auf sachliche Information und freie Ärzt*innenwahl nimmt.

Doch wir lassen uns das nicht bieten: Wir kämpfen für das Recht auf Information auch zum Thema Schwangerschaftsabbruch!

Jährlich sterben weltweit ungewollt Schwangere zu Zehntausenden an den Folgen unprofessionell durchgeführter Schwangerschaftsabbrüche. Jährlich werden rund 100.000 ungewollt Schwangere, die in Deutschland einen Abbruch durchführen lassen, durch die deutsche Gesetzgebung kriminalisiert und somit stigmatisiert.  

Doch wir kämpfen weiter: für die Streichung von § 218 und § 219 StGB!

Wir rufen alle demokratischen Kräfte, alle Menschen, die für eine tolerante Gesellschaft und für echte Gleichberechtigung einstehen wollen, auf, sich unserem Protest anzuschließen!

Macht mit und kommt am 22. September nach Berlin um uns zu unterstützen!

Zusammen mit euch werden wir diesen menschenverachtenden Fundamentalisten Paroli bieten!

Los geht es ab 12 Uhr mit der Auftaktkundgebung an der Ecke Unter den Linden – Wilhelmstraße.

 

PROGRAMMABLAUF 22.9.2018:  Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung

“219a ist erst der Anfang! Frauen-Leben schützen, Abbrüche legalisieren”

Moderation:  Sybill Schulz und Ryan Plocher (übersetzt auch in engl. Sprache)

12:00h -12:15 Frauen-Trommelgruppe uSAMBAras unter Leitung von Marlies Meier

12:15 bis ca. 12:50 Uhr Auftaktkundgebung: 219a StGB muss SOFORT gestrichen werden im Interesse von Ärzt*innen und ungewollt Schwangeren

  • Eröffnung und Redebeitrag Bündnis für sex. Selbstbestimmung
  • Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende zum Beschluss des Bundeskongresses zur Aufhebung des § 219a StGB
  • Bettina Gaber (angezeigte Frauenärztin aus Berlin) im Gespräch mit Sybill Schulz
  • Redebeitrag einer Betroffenen

12:55 bis 13:40 Uhr Demo mit Musik (DJ), Grußworten, Sprechchören und Redebeiträgen von:

13:40 bis 14:10 Uhr Zwischenkundgebung: Frauenrechte weltweit verteidigen und ausbauen, gemeinsam gegen Antifeminismus, Rechtsextremismus und  Rassismus

  • Space2Grow, Familienplanungsberatung von Migrantinnen für Migrantinnen
  • Grußwort von What the Fuck!
  • Sookee (feministische Sprache auch beim Thema Schwangerschaftsabbruch)

Rapp von Sir Mantis

14:15 bis 14: 45  Demo und Musik (DJ)

14:45 bis 15:45 Uhr Abschlusskundgebung: Internationale Kämpfe der Pro Choice-Bewegung verbinden

  • Justina von polnischer Organisation Aborcyjny Dream Team on Tour
  • Ni Una Menos, Argentinien
  • Ailbhe Smyth, Situation in Irland nach dem erfolgreichen Referendum zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen im Mai 2018
  • Kersten Artus: ProFa/Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Hamburg
  • § 218 StGB abschaffen, Aufruf zur Demo am 28.9 in Hamburg

Musikalischen Abschluss mit Rapp von Lady Lazy

Wie könnt ihr uns unterstützen?

  • Macht den Aktionstag in eurem Freund*innenkreis bekannt: Teilt diese Seite auf Facebook, Twitter und Co. unter #berlin4choice #wegmit219a #wegmit218 und ladet alle zu der FB-Veranstaltung ein.
  • Du kannst bei uns Plakate, Aufkleber und Flyer bestellen und uns bei der Mobilisierung unterstützen!
  • Kommt zu unseren Veranstaltungen und mobilisiert euren Freund*innenkreis!
  • Helft uns, die Kosten für den Aktionstag zu decken!
  • Verbreitet unsere Botschaften über die Sozialen Netzwerke!
  • Kommt zu unseren Bündnistreffen und bringt eure Fähigkeiten in unsere Arbeitsgruppen ein.

Falls ihr Interesse oder Fragen habt, schreibt uns eine E-Mail an koordinierungskreis@sexuelle-selbstbestimmung.de.

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