Aufruf: Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung am 21.9.2019 in Berlin

Am 21.September 2019 findet in Berlin-Mitte erneut ein so genannter „Marsch für das Leben“ statt. Christlich-fundamentalistische, konservative sowie rechtsnationale Gegner*innen des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung fordern dort das totale Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. In den Parlamenten sind sie vertreten durch die rechtspopulistische AfD und die christlich-konservative CDU/CSU. Die Anti-Choice Bewegung ist gut vernetzt und agiert in Deutschland, Europa und gegenwärtig besonders aktiv in den USA. Neben einem totalen Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen hetzen sie gegen nicht heterosexuelle Paare oder Familien und die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten.

Diese Menschen wollen uns allen das Recht auf Selbstbestimmung über unseren Körper und unser Leben absprechen. Das nehmen wir nicht hin! Wir dürfen ihnen nicht die Straßen Berlins überlassen!

Unter dem Motto „Leben und lieben ohne Bevormundung“ veranstalten wir einen Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung. Der Aktionstag wird der Auftakt für eine bundesweite Aktionswoche für sexuelle Selbstbestimmung sein, die am 28. September zum Internationalen Tag für die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen bundesweit endet.

Demo: Samstag 21. September 2019

#wegmit219a #wegmit218 #B2109 #berlin4choice

Wie könnt ihr unterstützen?

  • Macht den Aktionstag in eurem Freund*innenkreis bekannt: Teilt diese Seite auf Facebook, Twitter und Co. unter #berlin4choice #wegmit219a#wegmit218 und ladet alle zu der FB-Veranstaltung ein.
  • Ihr könnt Plakate, Aufkleber und Flyer bestellen und bei der Mobilisierung unterstützen!
  • Kommt zu den Veranstaltungen und mobilisiert euren Freund*innenkreis!
  • Helft mit, die Kosten für den Aktionstag zu decken.
  • Verbreitet die Botschaften über die Sozialen Netzwerke!
  • Kommt zu den Vorbereitungstreffen und bringt eure Fähigkeiten in verschiedenen Arbeitsgruppen ein.

Falls ihr Ideen, Interesse oder Fragen habt, einen eigenen Wagen oder Block anmelden oder einen Bus nach Berlin organisieren wollt, schreibt eine E-Mail an info@sexuelle-selbstbestimmung.de.

PROGRAMMABLAUF 21.9.2019 (Stand: 3.9.2019)

“Leben und lieben ohne Bevormundung, sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht”

12-13 Uhr Auftaktkundgebung – Washington Platz (Ecke Ella-Trebe-Str.)

Frauen-Trommelgruppe uSAMBAras unter Leitung von Marlies Meier

Bild der Route.

Internationale Situation zu reproduktiven Rechten

  • Eröffnung und Redebeitrag des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung: Ines Scheibe
  • Center for Reproductive Rights zu aktuellen Entwicklungen in Europa (engl. Sprache): Ariane Lamackova
  • musikalischer Beitrag von Isabel Neuenfeldt
  • Referendum und aktuelle Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch in Irland (engl. Sprache): Orla O´Connor
  • musikalischer Beitrag von Isabel Neuenfeldt

13 Uhr Demo mit Musik sowie kleinen Redebeiträgen, Grußworten & Sprechchöre

  • Jusos
  • MSFC und Doctors for Choice
  • Solid Berlin
  • Grüne Jugend
  • Omas gegen Rechts

13.45 Uhr Zwischenkundgebung – Platz zwischen Schumann – und Reinhardstraße

Kämpfe, Erfolge und aktuelle Forderungen von LSBTQ

  • Musikalischer Beitrag uSAMBAras
  • Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg zur Gründung des Institutes für Sexualwissenschaften vor 100 Jahren, 50 Jahre CSD: Johannes Blankenstein
  • Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität, Aktuelle Kämpfe und Forderungen: Andrea F. Ottmer
  • Rap von Sir Mantis
  • Lesben Leben Familie – LesLeFam zur Situation und Forderungen von Regenbogenfamilien: Katja Zippel
  • Rap von Sir Mantis

14.30 Uhr Demo und Musik

15-16 Uhr Abschlusskundgebung

Frauenrechte verteidigen und ausbauen, breites Bündnis gegen Antifeminismus, Rechtsextremismus und Behindertenfeindlichkeit sowie für die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbruch in Deutschland

  • TERRE DES FEMMES über reproduktive Rechte in Deutschland: Godula Kosack
  • Talk zu § 219a StGB (Dr. Bettina Gaber und Amelie Kolandt im Gespräch mit Sybill Schulz)
  • Eastside Fun Crew Bernau – Moderner Tanz
  • Beitrag der Evangelischen Frauen in Deutschland: Susanne Kahl-Passoth
  • aktiv und selbstbestimmt e.V. (akse) zu Problemen der sexuellen Selbstbestimmung für beeinträchtigte Menschen: Hanna Kindlein
  • Pro Familia Bundesverband zum Stand und den Perspektiven für den Kampf um reproduktive Rechte in Deutschland: Stephanie Schlitt
  • musikalischen Abschluss mit Dota Kehr – Kleingeldprinzessin

Ein Kommentar zu “Aufruf: Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung am 21.9.2019 in Berlin

  1. Das ist schon lange der aller größte Schwachsinn, denn wie sollen die Frauen denn bei einem Konflikt erfahren, wer noch Schwangerschaftsabbrüche macht, wenn wir die neuen Medien nicht nützen können? Der Naziparagraph kam 1933 ins Strafgesetzbuch. Er ist überfällig, er muss gestrichen werden. Am besten den uns Frauen als nicht selbst Entscheidungswürdig zu haltenden § 218 StGB auch mit streichen, kein MANN muss sich über irgend etwas, was ihn betrifft „ZWANGSBERATEN“ lassen. Die § 218 und 219a sofort ersatzlos streichen. Das unterstütze ich:
    Isolde (Dolly) Hüther

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