Die Anti-Choice-Bewegung zeigt sich stark wie lange nicht mehr: In Polen, Irland, Italien, Portugal, Frankreich – beinahe überall in Europa aber auch in Nord- und Südamerika verbreiten die Abtreibungsgegner*innen ihre menschenverachtende Ideologie und versuchen für die Beschneidung insbesondere von Frauen*rechten einzutreten. Auch in Deutschland versuchen sie die Stigmatisierung und Kriminalisierung ungewollt Schwangerer voranzutreiben. Zusammen mit der Union und der AfD versuchen sie das Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung und damit die Vielfalt an Lebensentwürfen, sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten einzuschränken. Am 18. September 2021 soll in Berlin erneut der sogenannte Marsch für das Leben stattfinden.
Doch wir halten dagegen: Wir erklären den 18. September 2021 zum Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung!
150 Jahre Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs sind genug
Musikalischer Auftakt uSAMBra Frauentrommelgruppe 11.50 bis 12.00 Uhr
Moderation Adriana B. und Ryan Plocher
Auftaktkundgebung 12.00 Uhr Brandenburger Tor:
150 Jahre Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs sind genug
- Eröffnung/ Begrüßung BfsS: Johanna Warth mit Übergabe an die Moderator*innen
- Bundesverband Profamilia: Stephanie Schlitt und Fiona Franz
- Omas gegen Rechts: Anna Ohnweiler, Initiatorin der OMASgR in Deutschland (wird als Audion eingespielt
Enno Kraus (Gesang) und Rene Pöhler (piano) / Barbara SONG aus DREIGROSCHENOPER (Brecht / Weill)
- medical students for choice mit Feministischen Mediziner*innen: Annika Kreitlow.
Kate MacAlister Medizinerin und Feministin aus Bonn (Poetry Slam in engl. Sprache)
- Vorstandsmitglied für die Frauen in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz: Pfarrerin Carolin Marie Göpfert
- Gewerkschaftsvertreter*in (Audioton von Elke Hannack (DGB) zur reproduktiven Gesundheit
- Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW): Ryan Plocher zu neuen Lehrplänen für schulischen Sexualerziehung in Berlin und Brandenburg, Bildung zur sexuelle Selbstbestimmung
Enno Kraus(Gesang) und Rene Pöhler (piano) / Ballade vom Paragrafen 218 (Gesang)
Demo ab 12.40 Uhr in Richtung Osten UdL Richtung Bebelplatz (ca.20 min) beim Denkmal Friedrich der Große Richtungswechsel und zurück bis Friedrichstraße, rechts auf diese einbiegen, bis Reinhardtstraße, dort links abbiegen bis Kronprinzenbrücke, Bismarckstr., Konrad-Adenauer-Str., vor Paul-Löbe-Haus
Abschlusskundgebung ca.14.15 Uhr vor Paul-Löbe-Haus
Selbstbestimmt Leben und Lieben für alle Menschen weltweit
- Situation querer Menschen in Georgien: George Nebieridze (georgischer Journalist)
- Bericht aus Ungarn zur neuen LGBQTIA Gesetzgebung von Orban: Blanka Vay
Dziewuchie Berlin-Performance mit Aufruf für internationalen Safe Abortion Day am 28.09. in Berlin und bundesweit
- Warum ihre künstlerische Performance in Görlitz verboten wurde Lisa Maria Baier
- Zur aktuellen Situation des SAB in den USA und das „Herzschlaggesetz“ seit 1.9.21 in Texas Viva Ruiz (Performerin und Aktivistin mit dem Schwerpunkt Abortion Stigma Busting aus New York)
- Erfolge des Kampfes: liberale Gesetzlichkeiten zum Schwangerschaftsabbruch in Argentinien seit 2020 Alejandra Nieves Camacho von Ni Una Menus Berlin (eine Bewegung 2015 in Argentinien gegründet, die sich seither global verbreitet. Ihr Ziel ist es, Gewalt gegen Frauen sichtbar zu machen und das unterdrückende, patriarchalische System zu bekämpfen.
Colin Self beendet den heutigen Aktionstag mit seinem Song „Survival „
Die vorläufige Route
Schutz- und Hygieneregeln
1. Während der Veranstaltung ist der Mindestabstand von mindestens 1,50
Metern zu haushaltsfremden Personen zu wahren. Ausnahmen gelten für
Ehe- und Lebenspartner:innen sowie für Kinder, für welche eine Sorge- oder
Umgangsrecht besteht.
2. Das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske gemäß § 14 Abs. 2 i. V. m.
§ 2 der Dritten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist
während der gesamten Veranstaltung erforderlich. Sie müssen von den
Veranstaltungsteilnehmer:innen mitgebracht werden.
3. Das Tragen einer Maske entbindet jedoch keinesfalls von dem allgemeinen
Abstandsgebot.
4. Die Ordner:innen achten bei allen an der Veranstaltung Teilnehmenden auf
das Tragen der Masken und die Einhaltung des Sicherheitsabstände von
1,50 m zwischen haushaltsfremden Personen bei den Kundgebungen und
während der Demonstration.
5. Personen, die positiv auf das Corona Virus getestet wurden, Kontakt zu
nachweislich Infizierten hatten oder typische Covid-19-Symptome zeigen,
müssen sich in Selbstisolation bzw. Quarantäne begeben und dürfen nicht an
der Veranstaltung teilnehmen.
6. Alkoholkonsum ist während der Veranstaltung verboten
Wie könnt ihr unterstützen?
– Macht den Aktionstag in eurem Freund*innenkreis bekannt: Teilt diese Seite auf Facebook, Twitter und Co. unter #berlin4choice #wegmit219a #wegmit218 und ladet alle zu der FB-Veranstaltung ein.
– Ihr könnt Plakate, Aufkleber und Flyer bestellen und bei der Mobilisierung unterstützen!
– Kommt zu den Veranstaltungen und mobilisiert euren Freund*innenkreis!
– Helft mit, die Kosten für den Aktionstag zu decken!
Verbreitet die Botschaften über die Sozialen Netzwerke!
Kommt zu den Vorbereitungstreffen und bringt eure Fähigkeiten in verschiedenen Arbeitsgruppen ein.
Bitte teilt außerdem die Facebookveranstaltung
Falls ihr Ideen, Interesse oder Fragen habt, einen eigenen Wagen oder Block anmelden oder einen Bus nach Berlin organisieren wollt, schreibt eine E-Mail an info@sexuelle-selbstbestimmung.de.
Am Ende möchten wir jetzt noch Danke sagen.
Der heutige Aktionstag mit den kulturellen Beiträgen wäre nicht möglich gewesen ohne
– die finanzielle Unterstützung vieler Einzelspender*innen,
– von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft,
– vom Landesverband Berlin von Bündnis 90 / Grüne und
– vom Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V.
Wir sagen ihnen allen vielen Dank für diese wichtige Unterstützung unserer Arbeit!