amerika21: Abtreibung soll in Bolivien teilweise legalisiert werden

amerika21: Abtreibung soll in Bolivien teilweise legalisiert werden

Ein Gesetzentwurf des bolivianischen Parlaments zur Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in bestimmten Fällen hat schon vor der Diskussion in der Abgeordnetenkammer eine breite Debatte ausgelöst. Frauenrechtsorganisationen loben die Initiative, kritisieren sie aber zugleich als nicht ausreichend. Die katholische Kirche lehnt sie rigoros ab. Der Entwurf sieht vier Gründe für eine legale Abtreibung bis zur 8. Schwangerschaftswoche vor, fünf weitere Gründe sollen sie auch danach ermöglichen.

Veranstaltung am 17.3.2017: Konservativer Rollback? Mit uns nicht!

Veranstaltung am 17.3.2017: Konservativer Rollback? Mit uns nicht!

Der Diskurs um Schwangerschaftsabbrüche ist ein umkämpftes Feld. Das zeigt sich gegenwärtig wieder besonders stark, schauen wir nach Polen oder in die USA, wo der Zugang zu legalen Schwangerschaftsabbrüchen extrem erschwert wird. Rechtskonservativer Rollback passiert aber auch hier: So genannte „Lebensschützer“, AfD, CDU/CSU, sie alle nehmen sich das Recht, die Selbstbestimmung von Frauen* im Fall einer Schwangerschaft zu beschneiden.

SAVE THE DATE: Unser Aktionstag am 16.09.2017

SAVE THE DATE: Unser Aktionstag am 16.09.2017

Auch in diesem Jahr werden die „Lebensschützer“ voraussichtlich am 16.09.2017 mit ihrem sogenannten Marsch für das Leben wieder gegen das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung auf die Straße gehen. In dem Bestreben, die „alte Ordnung“ mit der „heiligen Familie“ wiederherzustellen, wollen sie umfassende Kontrolle über Frauen und kämpfen gegen die heutige Vielfalt von Lebensentwürfen, sexuellen Orientierungen oder geschlechtlichen Identitäten. Sie hetzen gegen Gleichstellung und eine tolerante Gesellschaft und bedrohen mit dieser Haltung Leben statt es zu schützen. Sie sind eng mit der rechtspopulitischen AfD verbunden.