Einladung zum Gewerkschaftlichen Ratschlag am 24.6.2017

Gewerkschaftlicher Ratschlag: Mein Körper – Meine Verantwortung – Meine Entscheidung

Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung wird wieder verstärkt angegriffen. Die AfD fordert eine völkische Familienpolitik. Religiös-fundamentalistische „Lebensschützer“ marschieren jährlich am 3. Samstag im September (dieses Jahr am 16. September) in Berlin mit tausenden Teilnehmenden auf, wollen Schwangerschaftsabbruch vollständig verbieten und kämpfen gegen jede Gleichstellung. In Deutschland gibt es bereits ganze Regionen, in denen Frauen jeglicher Schwangerschaftsabbruch verweigert wird, weil Kliniken in christlicher Hand liegen oder „Lebensschützer“ starken Druck auf Kliniken und Praxen ausüben.
Sie fordern auch die Eingrenzung der sexuellen Aufklärung in Schulen. Damit verhindern sie, dass Jugendliche die Fähigkeit entwickeln,  über den eigenen Körper mündig zu entscheiden, und sie verhindern die Bekämpfung von Homo- und Trans*feindlichkeit.

Gewerkschaften spielen als Vertretung der Beschäftigten eine besonders wichtige gesellschaftliche Rolle. Zu der selbstbestimmten Gestaltung des Arbeitslebens gehört auch das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper.

So sind Gewerkschaften zwar formell in unserem Bündnis vertreten,  ihre Mitglieder waren bisher jedoch wenig sichtbar. Deshalb lädt das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung ein zu einem Ratschlag, um zu diskutieren, wie wir dieses Thema verstärkt in unseren Gewerkschaften einbringen und KollegInnen als MitstreiterInnen gewinnen können.

 

Wann: Samstag, 24. Juni 2017, 14 bis 18 Uhr

Wo: GEW BERLIN
Ahornstr. 5, 10787
Raum 31/32

(Das GEW-Haus ist nicht rollstuhlzugänglich.)


Ablauf:

14.15 Uhr bis 15 Uhr

  • Begrüßung seitens der GEW – Ryan Plocher
  • Vorstellung des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung – Ines Scheibe, Mitgründerin
  • Vorstellung des Bündnisses Frauenkampftag – Katrin Wagner
  • Recht auf Schwangerschaftsabbruch? Worum geht es bei §218?  –  Ulrike Lembke, Professorin für Gender im Recht an der Fernuniversität in Hagen
  • Warum müssen Gewerkschaften sich einmischen? Wie haben sie sich in der Vergangenheit eingemischt? – N.N.

15 bis 16 Uhr
Teilnehmende berichten über die derzeitige Situation in Gewerkschaften

16.30 bis 17.30 Uhr

Arbeitsgruppen:
Welche gewerkschaftlichen Aktivitäten lassen sich entfalten (Medien, Konferenzen, Anträge etc.)?
Wie können wir als GewerkschafterInnen mit Blick auf den 16. September 2017 sichtbar werden? Beispiel Spanien, wo im Jahr 2015 eine große Bewegung den Angriff auf das Recht auf Schwangerschaftsabbruch abgewehrt hat.

17.30 Uhr bis 18 Uhr
Zusammenfassung/Berichte

 

Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung
http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/
Camilla Angeli, Rosemarie Nünning (ver.di), Ryan Plocher (GEW),
Kontakt: 01577-3956990

info(ät)sexuelle-selbstbestimmung.de

Kommentar verfassen