Petition für die Freigabe der „Pille danach“ – Jetzt unterschreiben!

Die öffentlichen Debatten gegen die Rezeptfreiheit der „Pille danach“ zeigen, dass es auch im Jahr 2014 genug Menschen gibt, die sich nicht vorstellen können, dass Frauen selbstbestimmt und verantwortungsvoll über den Einsatz des Verhütungsmittels entscheiden können. Darunter sind auch Gesundheitsminister Gröhe und der Bundesverband der Frauenärzte.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass es keine Sachgründe gibt, die rezeptfreie Vergabe der „Pille danach“ abzulehnen. Medizinische Risiken in der Anwendung sind bislang nicht bekannt geworden. Hinzu kommt, dass in fast ganz Europa und Ländern wie den USA und der Türkei die „Pille danach“ rezeptfrei erhältlich ist. Lediglich stark religiös geprägte Länder wie Italien und Polen haben neben Deutschland an der Rezeptpflicht festgehalten.Die medizinischen Fakten sprechen für eine Freigabe der „Pille danach“. Sie ist Teil der sexuellen Selbstbestimmung der Frau.

Deswegen fordern wir, die Rezeptpflicht sofort abzuschaffen!

Die Rezeptfreiheit der „Pille danach“ ist eine ethische Frage. Für die Rezeptfreiheit der „Pille danach“ hat Stefanie Lohaus, Gründerin und Chefredakteurin des Missy Magazines, eine Petition initiiert. Dies ist unsere große Chance der Regierung zu zeigen, wie die gesellschaftliche Mehrheit zu dem Thema denkt.

Sobald Ihr unterschrieben habt, leitet die Petition www.change.org/pidana bitte an Eure Freund*innen, Kolleg*innen und Bekannten weiter.

 

9 Kommentare zu “Petition für die Freigabe der „Pille danach“ – Jetzt unterschreiben!

  1. … die ‚pille danach’ist zwar kein verhütungsmittel sondern ein medikament zu notfall-intervention! Präziiserung des textes wäre wohl von vorteil, da das mitunter ja auch ein argument der gegnerInnen ist, dass die liederlichen weibstücke abtreibungen + eben auch die pille danach als verhütungsmittel missbrauchen…

    Aber dennoch müssen wir frauen selbstbestimmten zugang dazu haben!

  2. Die Pille danach sollte Rezeptfrei zugänglich sein. Je weniger Hemmschwellen die Betroffenen überwinden müssen desto besser. Ein kurzes Gespräch, zur Aufklärung über die Risiken und zur Sicherstellung der richtigen Einnahme kann der Apotheker oder die Apothekerin auch selbst mit der Patientin führen. In England ist das schon lange Gang und Gäbe und funktioniert sehr gut. Die Patientinnen werden für drei Minuten in ein Nebenzimmer gebeten, Risiken u. Einnahme etc. werden kurz besprochen und dann kann die erste Pille noch vor Ort eingenommen werden. Alles gerade heraus und recht einfach.

  3. Die Pille danach sollte rezeptfrei zugänglich sein. Ohne moralische Voruntersuchungen und Unterstellungen. Sie würde sehr viel dazu beitragen, dass unerwünschte Kinder nicht zum Hassobjekt und Punching Ball ihrer Eltern werden und dadurch nicht wieder gut zu machende Schäden erleiden. Gewalt, die sie dazu bringt – falls sie überleben – diese all zu oft in Form weiterer Gewalt an ihre Kinder weitergeben.

  4. Die Pille danach tőtet kein Kind sondern ist eine Verhinderung der Befruchtung einer Zelle.
    Das wir in Deutschland leider immer noch sehr unter allgemeiner Norm der Christianisierung leben ist Augenscheinlich.
    Tanzverbote am Karfreitag , alleinige Annerkennung der Mann-Frau Ehe als vollwertig oder Christenlehrer in Jugendverbänden und in der Schule.

    Und schon damals haben die Religionen bemerkt , wer die Sexualität kontrolliert , kontrolliert die Menschen.

    Sex ist etwas natürliches.
    Monogame Vorstellungen sind ein gemachter Wert.

    Ich bestimme űber MEINEN Kőrper wann ich wie und mit wievielen ich Sex haben will.

    Ich entscheide ob ich dies MONOGAM , Polygam oder ohne Partnerschaft mache. Auch mit welchem Geschlecht.

    Und ich entscheide wann ich ein Kind austragen will und wann nicht.

    Verhűtung ist besser. Aber in manchen Lebenslagen klappt es nicht immer damit.

    Nicht nur das extrem BSP Vergewaltigungsopfer sondern auch die Diarőh oder einer unverträglichkeit bei einer Affäre kann ein Grund sein.

    Und wenn man in einem Land welches Glaubensfreiheit praktiziert lebt , also auch die Freiheit hat Frei von Glaube zu sein , ist es mein Recht in meinem Kőrper als selbstbestimmte Frau und selbstbestimmter Mensch zu sagen , diese Zelle soll nicht befruchtet werden , ohne das ich eine erniedrigende Untersuchung űber mich ergehen lassen muss.

    1. Die Argumente sind alle richtig. Gut und weiter so! Wir müssen mit einer religiös geprägten Clicque endlich aufräumen, wenn sie über nicht religiös imprägnierte Menschen mitbestimmen will.

  5. Ich halte es für zwingend erforderlich, dass die Abgabe der „Pille danach“ mit einer Beratung verbunden ist – egal ob nun durch Arzt, Apotheke oder eine geeignete Beratungsstelle. Es muss sichergestellt sein, dass diese Pille nicht anonym, preisgünstigt, komfortabel, in beliebiger Zahl und vorab über Online-Apotheken bezogen werden kann. Anderenfalls besteht die reelle Gefahr, dass die „Pille danach“ immer mehr zum Ersatz für Vorab-Verhütungsmittel wird. So harmlos ist die Wirkung dann doch nicht, dass dies wünschenswert wäre, insbesondere im Vergleich mit modernen, niedrig dosierten Verhütungspillen.

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