Berlin steht für lieben und leben ohne Bevormundung

Pressemitteilung

Eine deutliche Absage an Fundamentalismus und Diskriminierung ist überfällig: Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung fordert zeitgemäße Geschlechter- und Familienpolitik.

„Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht. Wir wenden uns deshalb gegen alle Versuche, den verantwortungsbewussten und selbstbestimmten Umgang von Mädchen und Frauen mit ungewollten Schwangerschaften durch die Wiedereinführung eines staatlichen Gebärzwangs zu verbieten.“

Das sagte Sybill Schulz vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung am Samstagvormittag zur Kundgebung des Bündnisses in Berlin, die um 13 Uhr auf dem Platz des 18. März am Brandenburger Tor beginnt. Die Kundgebung richtet sich gegen die zunehmende öffentliche Stimmungsmache und politische Einflussnahme von fundamentalistischen und radikalen Bewegungen, die unter dem Deckmantel des Begriffs Lebensschutz unter anderem eine Verschärfung gesetzlicher Verbote zum Recht auf Familienplanung fordern.

Sybill Schulz: „Diese Bestrebungen zur Bevormundung von Schwangeren gehen Hand in Hand mit der Diskriminierung von homosexuellen Menschen und Paaren, die nicht den christlich-konservativen Idealen entsprechen – Diffamierungen, Einschüchterungen, Bedrohungen und sogar gewalttätige Angriffe unter Berufung auf solche Idealvorstellungen erleben wir nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa.“

Die Garantie des Rechts auf Selbstbestimmung und soziale Unterstützung bei zentralen Lebensentscheidungen, nicht nur bei der Familienplanung oder Partnerwahl, muss unverhandelbar bleiben – das ganze Leben lang und für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, sexuellen Orientierung oder sozialen, ökonomischen und gesundheitlichen Situation.

„Eine deutliche Absage an jeden radikalen und reaktionären Fundamentalismus ist deshalb überfällig“, so Sybill Schulz. „Wir verlangen eine zeitgemäße Geschlechter- und Familienpolitik und eine aufgeklärte Pädagogik an unseren Schulen. In Berlin darf keinen Platz sein für religiösen Paternalismus, Homophobie und Diskriminierung.“

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